Park Entertainment steigt ins Kinogeschäft ein
"American Cousins" und "Pure" sind zwei Low-Budget Filme, die in Großbritannien abgedreht wurden und zur neuen Kinooffensive des britischen Weltvertriebs Park Entertainment gehören, der bisher hauptsächlich im Fernsehbereich aktiv war. Die britische Produktionsfirma Little Wing brachte das Geld für die nur auf den ersten Blick eher schwierigen Filme über private Investoren auf.
"Pure" ist die Geschichte einer Frau aus dem Londoner Arbeitermilieu, die nach dem Tod ihres Mannes zum Heroinjunkie wird und damit ihren Sohn zwingt, schnell erwachsen zu werden. "Es ist ein Film über die Liebe zwischen Mutter und Kind und wie das Kind es fertig bringt, der Mutter wieder Lebensmut zu geben. Das ist zutiefst herzerwärmend und bewegend", erklärt Produzent Howard Burch, der mit dem Film sein Kinodebüt gibt. Als Regisseur gewann er Gillies MacKinnon, der mit "Marrakesch" bewies, dass er gut mit Kindern arbeiten kann. Burch betont zudem, dass MacKinnon auch die visuelle Schönheit des in Marokko spielenden Films nach Ost-London transferieren konnte. "Wir wollten auf keinen Fall einen grauen, deprimierenden Film in der Tradition des britischen Realismus aus den Siebzigern machen. In Ost-London wohnen viele Inder und Asiaten, es ist eine sehr bunte und lebendige Welt, in der sich die Figuren des Films bewegen. Von daher würde ich den Stil des Films als,Poprealismus mit leuchtenden Farben und einer Melange aus westlicher und indischer Musik" bezeichnen", erklärt Burch. Um den Film noch weiter aus der Nische des kleinen britischen Realo-Dramas herauszuholen, wählte Burch den kanadischen Arthouse-Star Molly Parker für die Hauptrolle, die vor kurzem den neuen John Cusack-Film "Max" abdrehte und mit Lynne Stopkewichs "Kissed" bekannt wurde. "Die Geschichte ist keineswegs typisch britisch und vermittelt den Glauben an das Leben und die Liebe. Wir hoffen, dass der Film auch international ein Kinopublikum finden wird," so Burch.