Anzeige
Kino

ProSiebenSat.1: K-Capital klagt gegen BaFin

Die US-Investorengruppe K-Capital hat beim Oberlandesgericht Frankfurt eine Beschwerde gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht, in der sie fordert, die Kleinaktionäre der ProSiebenSat.1 Media AG im "Fall Saban" hinzuzuziehen.

Jochen Müller23.05.2003 12:51

Die US-Investorengruppe K-Capital hat beim Oberlandesgericht Frankfurt eine Beschwerde gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht, in der sie fordert, die Kleinaktionäre der ProSiebenSat.1 Media AG im "Fall Saban" hinzuzuziehen. Der US-Milliardär hatte Anfang Mai bei der BaFin beantragt, von der im Übernahmegesetz verankerten Verpflichtung, den restlichen ProSiebenSat.1-Aktionären ein Angebot machen zu müssen, befreit zu werden. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hätten die Anwälte von K-Capital, die nach eigenen Angaben 8,03 Prozent der ProSiebenSat.1-Vorzugsaktien hält, bei der BaFin bereits mehrfach Anträge auf Akteneinsicht und eine Beteiligung an dem Befreiungsverfahren gestellt. Diese seien mit dem Hinweis, die BaFin handele ohnehin im öffentlichen Interesse, abgelehnt worden. Von Seiten der in Boston ansässigen Fondsgesellschaft wird laut FTD-Informationen die Ansicht vertreten, man sei "durch die Entscheidung in subjektiven Rechten betroffen". Bekäme Saban Recht, hätte dies nach Ansicht des Unternehmens einen "erheblichen Schaden" zur Folge. Nun will K-Capital per Eilantrag beim Oberlandesgericht Frankfurt eine einstweilige Anordnung auf Hinzuziehung zu dem Verfahren erwirken.

Anzeige